Presseaussendung

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Weingüter Triebaumer (Rust) und Weninger (Balf)

Blaufränkisch in einem Zug

Seit wenigen Monaten ist ein Zustand hergestellt, der den Bogen von Rust bis Sopron zu neuer Spannung verhilft. Rust und Ödenburg haben eine gut 600-jährige gemeinsame Geschichte, die sich auch in ihrer Architektur ausdrückt. Was sind da die wenigen Jahrzehnte der Trennung, die seit Kurzem zu wesentlichen Teilen überwunden ist. Genauer markiert der 21.12.2007 die „Aufhebung der Kontrollen an den Binnengrenzen“ auch zwischen Österreich und Ungarn. Im heutigen Sopron saß bis 1921 – teilweise noch bis 1945 - der renommierte Weinhandel, der auch große Teile der Ruster Erzeugnisse unter die GenießerInnen brachte.

Das Hügelland von Ödenburg bis Rust ist eine geo- und topografische Einheit. Daran haben Grenzen und eiserne Vorhänge nichts ändern können. Auch die Liebe zum Blaufränkisch ist geblieben. Das liegt auch an der besonderen Charakteristik der Weine aus diesen Gefilden. Zwischen den, ebenfalls bekannten Regionen Leithaberg und Mittelburgenland gelegen, stellt die Hügelkette zwischen Sopron und Rust auch qualitativ einen Höhepunkt in der vom Blaufränkisch geprägten Großregion dar. Wie gut Weine aus Blaufränkisch sind, die gerade aus diesem Bereich kommen, mögen Sie bitte selbst entscheiden. Wir lassen hier am besten die Weine selber sprechen.

Blaufränkisch ist eine Rebsorte aus der Weine der höchsten Qualitätsstufe gewonnen werden können. Das hatte bereits Karl der Große erkannt. Damals wurden nämlich die bezüglich ihrer Güte hoch eingestuften Reben als „fränkisch“ bezeichnet. Die Fränkischen finden sich im Stammbaum des Blaufränkisch, der im Ungarischen Kékfrankos heißt.

Ein Hügelzug reicht von Rust bis Sopron wobei die heute ungarische Stadt einige Meter höher liegt als die burgenländische. Auf kalkigem Unterboden finden sich in den tiefer gelegenen Rieden teilweise mächtige Lehmauflagen, nach oben hin brechen die kalkigen Schichten stärker durch. Diese Bodenverhältnisse befriedigen die Bedürfnisse des Blaufränkisch bestens. Gemeinsam mit dem regionalen Klima entstehen die besten Bedingungen für diese Sorte: Sowohl die Lagen in Rust als auch jene in Balf (früher „Wolfs“) bei Sopron „sehen“ den See. Sonnenstunden und Niederschläge ergänzen einander in den meisten Jahren optimal. Die Mineralität des Leithaberges vereint mit der kühlen Würze des Mittelburgenlandes macht das Gebiet einzigartig.

In Rust werden mehr als 30 Rebsorten angebaut. Der Blaufränkisch nimmt, sowohl was die Menge, als auch was die Qualität anbetrifft, die erste Stelle ein. Dies bezieht sich nicht nur auf in Kleinstmengen gekelterte große Reserven, sondern insbesondere auch auf feinfruchtige Alltagsweine. Sie sind ganz klassisch ausgebaut und sehr wohl von ihrer Erreichbarkeit - keineswegs aber von Charakter und Geschmack - alltäglich. Im Gegenteil: Ihre ausgeprägte Kirschfrucht, ihre Intensität und ihre Feurigkeit adeln diese preisgünstigen Klassiker.

Auch in Balf 60% Kékfrankos und damit Hauptsorte Balf ist ein Weinbauort in unmittelbarer Nähe der ungarischen Stadt Sopron. In der Lage Spern Steiner überwiegen mineralische Böden. Sie sind mit Gneis und Glimmerschiefer durchsetzt. Die Böden der Lage Frettner bestehen aus Parabraunerde mit Ablagerungen von hochgradig verwittertem Grundgestein.

Die Weingüter Triebaumer und Weninger arbeiten naturnah, bzw. biologisch-dynamisch. Beide haben sich insbesondere erstklassigen Weinen aus der Sorte Blaufränkisch/Kékfrankos verschrieben. Sie bieten Ihnen zur Degustation jeweils einen klassisch ausgebauten Blaufränkisch an.
Kékfrankos 2006 aus dem Weingut Weninger, Balf, ist ein sehr eigenständiger und zugleich harmonischer Wein. Ein Ausdruck seines Herkunftsortes. Gestein aus dem Vortertiär gibt ihm eine pikante Würzigkeit am Gaumen. Minerale und Salze unterstreichen seine Jugendlichkeit. Rubin mit schönen Reflexen. Ein fruchtiger Klassiker mit feinem, würzigem Duft nach weißem Pfeffer. Ganz typisch für das Weinbaugebiet Sopron.

Blaufränkisch 2007 aus dem Weingut Günter und Regina Triebaumer, Rust glänzt purpur mit lila Rand. Intensive Nase nach Kirschen und schwarzem Pfeffer. Weichselkompott, dazu ein Hauch von Veilchen und Flieder, sonnenwarme Brombeeren. Trocken, lebhaft-saftige Blaufränkisch-Frucht, wie sie klassischerweise sein soll. Fein verwobene Tanninanlage, einladende dunkle Beeren- & Kirscharomen mit pikant-animierendem Abgang. Typische Extraktsüße.

Beide Blaufränkisch wachsen auf einem Hügelzug, beide können in einem Zug genannt werden. Für die Verkostung allerdings empfiehlt sich ein genießerischer Zugang – Atmen Sie den würzigen, feinen Duft ein und kosten Sie Schluck für Schluck. Auch leicht gekühlt!

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