Presseaussendung

OH BABY, BABY, IT´S A WIDE WORLD.

Was ist der Wein doch für eine weite Welt … Gebiete, Sorten, Gewohnheiten, Terroirs, Cuvées … Eine „never ending story“ – für die Konsumentinnen genauso, wie für die Produzentinnen. Während wir den alten Schlager von (damals noch) Cat Stevens im Ohr haben (dessen Hookline-Text wir nur geringfügig abwandeln mussten), denken wir an einen aktuellen Schlager vom Ruster Weingut Triebaumer, die „WEITE WELT“.

Die Cuvée wurde aus zwei Gründen so genannt. Erstens, weil eine gewisse „Weite“ die Sortenwahl bestimmt, und auch Sorten einbezogen werden, die man heute gern mit fernen Anbaugebieten in Verbindung bringt. Dabei zeigt etwa ein „Preisverzeichnis“ der „Johannes Rebenanlage“ der „Königlichen Freistadt Ödenburg“ für die Jahre 1894 und 1895, dass Rebsorten, welche die Grundlage der Cuvée „Weite Welt“ bilden, schon damals im Gebiet verbreitet angepflanzt wurden. Eine „Weite“ Welt eben, nicht eine „Neue“ – mit einer deutlich mehr als hundert Jahre währenden Tradition. Der zweite Grund für die Namenswahl liegt in der Reisefreudigkeit des Winzerpaares. Man trifft Regina und Günter Triebaumer auf allen Kontinenten dieser Welt, wenn auch in jüngerer Zeit aus „Nachwuchsgründen“ seltener zu zweit.

Die Cuvée „Weite Welt“ ist der kräftigste Wein des Gutes. Sein Jahrgang 2007 enthielt  14,4 % Vol Alkohol und 32,4 Gramm zuckerfreien Extrakt). Die Rebsorte Merlot erbringt (wenn sie wohl-ausgedünnt wird) sehr üppige Weine. Zudem können die beiden Cabernets (aufgrund ihres lockeren Traubenaufbaues und der dicken Beeren-Schalen) fast „ewig“ lange reifen. Günter Triebaumer: „Da ist der Zweigelt schon ein fertiger Wein, wenn wir die Cabernets lesen.“

Darüber hinaus erfolgt noch ein zirka zehnprozentiger Saftabzug – zur natürlichen Konzentration. Jede Art von technischer Konzentration wird vom Winzerpaar strikt abgelehnt. Mit der einfachen Begründung: „Weil es auch so geht – und gehen muss!“ So entsteht durch meist rund sechzehn Monate Lagerung am kleinen Holz (etwa die Hälfte der eingesetzten Barriques sind neu) ein richtig wuchtiger Wein. Ein ebenbürtiger „Hierarchienachbar“ für die Blaufränkisch Reserve im Sortiment von Regina und Günter Triebaumer. Die „Weite Welt“ zeigt, was auch im (welt-weit betrachtet) moderaten Klima des Nordburgenlands an Dichte und Stoffigkeit möglich ist. Und das jedes Jahr – seit 1997. Ein Schlager! Oh baby, baby – it’s a wide world.

WEITE WELT – Jahrgang 2007

Dunkles Purpur, ziemlich opak, dicke Schlieren, sehr volumiges Geruchsbild mit echtem Charakter. Graphit, viel schwarze Beeren, wohldosierte Edelschokolade. Edle Zedernnote, Efeu und geröstete Macademia, sehr üppiger und komplexer Auftritt. Trocken, kompaktes Tanningerüst, satte Beerenfrucht, gut zu kauen, da sehr geschmacksintensiv. Sehr lang. Ein Beweis, dass es auch ohne technische Konzentration geht. Sehr dicht mit Potenzial. Wird mit jedem Schluck vielschichtiger und animierender. Danke liebe Ausdünn- und Lesemannschaft – und darüber hinaus aus edelsten Fässer stammend!

Begleitideen

Geräuchertes Bisontartar, Hirschkeule mit Holunderbeeren, Wildgansbrust mit Weinbrandsaftl und gebratenen Pfefferknödeln, Hirschsalami. Zum „Ring des Nibelungen“ in bequemen Sitzgelegenheiten, u.v.m. (z.B. zum Berauschen im bacchantischen Sinne)

Servieren

Bei 16–18 Grad Celsius aus dem noblen Dekanter.

Ernte

In der zweiten  Oktoberwoche 2007 per Hand in Kleinkisten, hauptsächlich aus der Riede Kraxner (Tegel auf Schieferuntergrund), sowie den Rieden Gillesberg und Ritter (Schieferverwitterungsböden).

Verarbeitung

Rebeln, vierzehn Tage geschlossene Vergärung bei 28 Grad Celsius. Anschließend fünf Tage Maischestandzeit, sanftes Abpressen, Biologischer Säureabbau und Lagerung in kleinen 300 Liter -Eichenfässern (60% neu). Sturmabzug 15 Prozent  für „Weite Welt“ und „Geistreich“.

Weitere Daten

Abfüllung: Mai 2009; Alkohol: 14,0 Vol.%; Säure: 5,3 g/l; Restzucker: trocken. Formate: 0,75 Liter bis 6 Liter

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