Presseaussendung

Eine durchaus alte Liebe

Das Burgenland grüßt den Bordeaux. Mit Blaufränkisch und beiden Cabernets.

Dass Blaufränkisch und die Cabernets gut „miteinander können“, weiß man in Österreich schon seit den Neunzehnachtziger Jahren. Dass derartige Cuvées meist eher kräftig ausfallen, versteht sich. Denn die beteiligten Sorten sind spät reifend, dickschalig und lockerbeerig. Blaufränkisch legt, wie die Cabernets, mit gekonntem Eichenfasseinsatz an Würze und geschmacklicher Breite zu. Die Sorten zeigen großes Reifepotenzial. Gut 20 Jahre lang schienen die so genannten Bordeauxreben (Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot) das Maß der Dinge zu sein. Aus ihnen entstanden auch große Cuvées; Weine mit einem „Plus an Heiligenschein“ (Auf jeden Fall galt letzteres für den Preis der Weine).

Bewegung und Gegenbewegung

In jeder Bewegung keimt eine Gegenbewegung. Das geht heutzutage weit schneller als in früheren Jahrhunderten. Auf einmal kam das „Cabernet-Bashing“; wir sahen eine Unzahl an Verwandlungen – Vom Saulus zum Paulus. Das Weingut Triebaumer steht jeder Art von Extremen sehr skeptisch gegenüber. Günter & Regina Triebaumer pflegen schon seit langem neben „Blaufränkisch Reserve“ und „Weite Welt“ auf der Barrique-Seite auch reinsortig Blaufränkisch und Cabernet Sauvignon im klassischen Bereich – ein sehr angenehmer Mittelweg. Der manifestiert sich im Aggregatszustand „Wein“ ganz konkret im kraftvollen und saftigen Blaufränkisch/Cabernet Sauvignon. Diese Cuvée wird meist im Verhältnis 60 zu 40 verschnitten. Eine vielversprechende Preis-Leistungs-Serie im gehobenen Segment, die mit dem Jahrgang 2002 marktreif war. Nun kommt der 2009er auf den Markt, der, seinem Jahrgang entsprechend, perfekte Trauben-Reifeattribute mit einem gehörigen Genussfaktor verbindet. Diese athletische Cuvée wurde in neuen 300-Liter-Fässern aus (vorwiegend französischer) Eiche ausgebaut. Weitere Details entnehmen Sie, bitte, dem Fact-Sheet auf www.triebaumer.at.

Even for Americans

Innerhalb des gesamten Weingut-Sortiments ist der Blaufränkisch Cabernet meist jener Wein mit dem nominell höchsten Neuholzanteil. Im Laufe der Jahre wurde die Erfahrung gemacht, dass Fässer mit Hi-End-Qualität den Wein eines tadellosen Jahrganges bereits nach zehn bis zwölf Monaten zu einer soliden Harmonie fertig entwickeln. Das heißt, in der „umgekehrten“ Überlegung: „Blaufränkisch Reserve“ und „Weite Welt“, die ja die Basisauswahl für den jeweiligen Blaufränkisch Cabernet stellen, stammen mehrheitlich aus Fässern mit Zweitbefüllung. Für einen Ab-Hof-Preis von EUR 11,00 inkl. Steuern kommt hier richtig viel Wein ins (hoffentlich großvolumige) Glas. Da man in Rust bei den Triebaumers durchaus etwas auf gutes Essen hält und selten mit „Bierernst“ an die Sache herangeht, führt der Blaufränkisch Cabernet betriebsintern den Projektnamen „spare ribs-wine“. Der US-amerikanische Importeur für Weine von Günter & Regina Triebaumer bemerkt dazu ironisch: „With the screw cap and a particular amount of Cab in the blend it is even for Americans drinkable.“

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