Oberer Wald

Jahrgang

2015

Sorte

Blaufränkisch

Beschreibung

Intensives Purpur mit violettem Rand, markante Schlierenbildung. Breit gefächertes Geruchsspektrum mit schwarzen Cormons-Kirschen plus ein Blättchen Minze, annähernd ätherisch-dunkel fruchtig, Pfeffervarianten, konfierte Brombeeren, wild und doch von einer beruhigenden Volumsnahme, Dirndln und Kao Kao, trocken mit großartigen Anlagen, kräftig und groß, trotzdem voller Charme. Die Tannine geben sich harmonisch, sind von feinster Körnung, die am deutlichsten die Reife des Jahrgangs darstellt. Viele Schichten, tolle Substanz, aber doch auch getragen von einer Prägnanz, die ihresgleichen sucht. Lang, ein gerade erwachendes Philharmonikerorchester. Großer kühler Wein von einer heißen Lage - das Paradoxon des Oberen Waldes.

Begleitideen

Roastbeef mit Provolone und Olivenmayo im Sandwich, geschmorter Rehschlögl mit Lorbeerspeck gespickt. Leider hatten die Mammutjäger noch keinen Oberen Wald für ihre Steaks. Zum gut gereiften Rip Eye in der Pfefferkruste, zum echten Biltong - selbst importiert und von Hand heruntergeschnitzt, getrüffeltes Taubenbutterschnitzerl, Hasen-Bratwurst grobkörnig mit Brombeergelee, in der Herzblutverkostung - finaler Teil, als Erbteil, wenn man die unverschämte Subskription storniert hat, oder wenn plötzlich ein Stromausfall passiert.

Auszeichnungen

Wein.Pur Guide 2018/19 4 Gläser
VINARIA Guide 2018/19 4 stars + TIPP der Redaktion

Technische Daten

Serviertemperatur 15 - 17°C, einer aufsehenerregenden Siegertrophäe
Ernte Handernte in Kleinkisten, viel Kalk unter Lehm vom Oberen Wald oben und Oberen Wald unten, so gut wie keine Notwendigkeit zur Selektion, Ende September 2015 mit Reifeparametern im Wortsinn.
Verarbeitung Rebeln, Maischegärung im geschlossenen Stahltank bei einmalig ca. 30 °C über 14 Tage, anschließend 4 weitere Tage Standzeit, schonendes Abpressen und Lagerung in 300l-Fässern (ca. 40% neu).
Abfüllung Juni 2017
Alkohol 14,5 Vol.% Alkohol
Säure 5,6 g/l
Restzucker trocken
Formate 0,75l bis 3-Liter
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