Unsere Rieden

Die gegenwärtige Weinbaufläche der Freistadt Rust beträgt rund 480 ha und unterteilt sich einer mehrere hundert Jahre alten Riedennomenklatur folgend.

Diese unikale Tatsache unterstreicht die hohe Bedeutung des Weinbaus am Westufer des Neusiedlersees. All unsere Rieden verlaufen in Ost-Südost-Ausrichtung hin zum See. Die Bodentypen wechseln häufig innerhalb weniger Zeilenabstände und lassen sich mit Rust als Zentrum wie folgt in eine große Einteilung bringen:

Nach Norden

lehmig, kühle schwere Böden - ideal für Blaufränkisch und feuchtigkeitsliebende Weißweinsorten wie Sauvignon blanc.
Rieden: Gmärk, Pand-Ertl, unterer Baumgarten

Daran anschließend im Nordwesten

überlagert Löss den lehmig-kalkigen Unterboden. Wieder Blaufränkisch bevorzugt.
Rieden: Mitterkräftn, Pandkräftn, Oberer Wald

Noch weiter gegen Westen

wird es immer kalkiger, was optimale Voraussetzungen für Burgundersorten bringt. Richtung Südwest finden sich sehr mineralische Böden mit Quarzsteinen und auch Schiefer nicht zu knapp, was gut zu Aromasorten, Syrah, Cabernet und Merlot passt.
Rieden: Geier Umriss, Öden, Riegelpand, Kraxner, Plachen, Turner.

Die Riede Gillesberg

ist eine reine Schieferlage und der topographisch höchste Punkt in Rust.

Ganz im Süden

liegt die Großlage Satz mit eher sandigen Böden, wo sich u.a. der Zweigelt sehr wohl fühlt.

In Jahrgängen mit Botrytis-Aufkommen, streben wir immer den Ruster Ausbruch an, der nur durch aufwändige Selektion und auf keinen Fall durch kellertechnische Maßnahmen erreicht werden kann.

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